Die Steinbruchbahn im 19. Jahrhundert: So kamen die Steine zur Möhne

Die Steinbruchbahn wurde 1898 gebaut, um die Steine vom Steinbruch Müschede zur Baustelle der Möhnetalsperre zu transportieren.

Die Trasse der Steinbruchbahn führte über den Verlauf der heutigen Montesoriestraße dann weiter unterhalb des Karolinenhospitals entlang. Daran schloss sich eine Überführung zum Bahnhof Hüsten-Ost an, deren beider Erdwälle auch heute noch vorhanden sind. Dann verlief die Strecke weiter über Neheim, Niederense und Himmelpforten und endete schließlich am Möhnesee.

Die Bahn mitsamt Steinbruch gehörte der Ruhr-Lippe-Kleinbahnen AG und war ein unter der Bezeichnung „Steinwerke Hüsten i.W., Abt. der AG Ruhr-Lippe Kleinbahnen“ ein eigenständiger Betriebszweig. Wie der Abzweig der Strecke zur Möhnetalsperre von Niederense aus, wurde auch die Steinbruch-Anschlussbahn im Jahre 1908 in 1000 mm Spurweite errichtet (Buchquelle: „In der Heimat fest verwurzelt“, seinerzeit von der Westfälischen Verkehrsgesellschaft Münster im Eigenverlag herausgegeben).

1911 wurde die Schienentrasse dreischienig ausgebaut, mit einer Spurweite von 1000 und 1435 mm. Die Abzweigstrecke zur Möhnesperrmauer wurde im Jahr 1913 komplett auf 1435 mm umgespurt.

Die Bahnstrecke wurde 1954-1956 demontiert.

Der Dolomit- und Röhritsteinbruch Müschede wurde nach Abbau der Gleise im Jahre 1954 noch bis mindestens 1960 mit LKW-Anbindung weiter betrieben, irgendwann dann nach erschöpfter Ausbeutung stillgelegt und im Anschluss als Müllkippe Müschede „verfüllt“. Alle aus dem Steinbruch gewonnenen Materialien wurden in Hüsten gefertigt und dann verkauft, dazu zählt unter anderem Splitt, Schotter, bearbeiteter Naturstein sowie auch Zementwaren und die in Hüsten hergestellten „Röhritplatten“ (unter hohem Druck gepresste Zementplatten).

Wir bedanken herzlich für Informationen und Fotos beim „Verein für Geschichte und Heimatpflege e.V. Niederense-Himmelpforten“ (heimatmuseum-niederense.de), bei Herrn Rademacher von den Eisenbahnfreunde-Werl.de und bei Martin & Stephan Zöllner von sauerlandbahnen.info.

212 Personenzug in Niederense-1961 U Ruhr-Lippe-Eisenbahn RLE-Normalspur

Streckenführung der Steinbruchbahn
vom Steinbruch Müschede nach Hüsten-Ost.

Corona-Impfungen in der St. Petri-Kirche

Wie angekündigt, ist der Impfbus am Sonntag ab 11:00 Uhr auf dem Käsemarkt in Hüsten, mitten in Arnsberg!

Aufgrund der zu erwartenden kalten Temperaturen werden die Impfungen von 13:30 bis 16:00 Uhr in der St.-Petri-Kirche, die sich direkt am Käsemarkt befindet, stattfinden.

Es werden alle Impfungen ohne Terminvereinbarung angeboten:

  • Erstimpfung, Zweitimpfung (Biontech/Moderna/Novavax),
  • Booster-Impfung,
  • 4. Impfung für spezielle Gruppen,
  • Kinderimpfungen ab 5 Jahren

Nähere Infos zu den Impfungen finden Sie auf der Impf-Seite des HSK unter hochsauerlandkreis.de/regionale-themen/corona-impfe/impfzentrum.

Mitgliederversammlung 2022 Heimatkreis Freiheit Hüsten e.V.

Zur Mitgliederversammlung des Heimatkreises Freiheit Hüsten e.V. konnte der Vorsitzende die Vertreter von 30 Hüstener Vereinen in der Schützenhalle Hüsten begrüßen. In seinem Rückblick auf das Jahr 2021 wies H. Melchert darauf hin, dass bis auf den Neujahrsempfang alle vom Heimatkreis geplanten Veranstaltungen trotz Corona stattfanden konnten (Aufstellen des Maibaumes, Mitgliederversammlung und die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag).

Der Geschäftsführer Wolfgang Klinkemeier stellte in seinem 31. Geschäftsbericht eine ausgeglichene, solide Kassenlage vor. Bei den anschließenden Wahlen stellte sich Wolfgang Klinkemeier nach 31 Jahren als Geschäftsführer nicht mehr zur Wahl. Der Vorstand bedankte sich bei Wolfgang Klinkemeier für seine erfolgreiche Arbeit für den Heimatkreis Freiheit Hüsten e. V.

Aus der Versammlung wurde Martin Deimel zur Wahl des neuen Geschäftsführers vorgeschlagen, die Wahl erfolgte einstimmig und Martin Deimel nahm die Wahl an. Der stellvertretende Vorsitzende Rupert Schulte stand turnusmäßig zur Wahl, ebenso die Wahl des Schriftführers (Edwin Kurz) und der Beisitzer (Thomas Buchmann und Thomas Köhler). Für alle wurde die Wiederwahl vorgeschlagen, die Wahl erfolgte einstimmig. Weil Martin Deimel vom Beirat in den Geschäftsführenden Vorstand als Geschäftsführer gewählt wurde, erfolgte eine Ergänzungswahl zum Beirat des Heimatkreises. Aus der Versammlung wurde Manuele Dünnebacke (KFD) vorgeschlagen, zudem wurde eine seit langem nicht besetzte Position im Beirat wieder besetzt: Detlev Limberg (FC Sonnenburg). Die Wahlen von Frau Dünnebacke und Herrn Limberg erfolgten einstimmig und beide nahmen die Wahl an.

Für dieses Jahr plant der Heimatkreis Freiheit Hüsten e. V. unter dem Titel „So janeb die Steine zur Möhne“ eine Infotafel, auf der an die Steinbruchbahn erinnert wird. Mit dieser Bahn wurden vom Steinbruch Müschede die Steine zur Sperrmauer am Möhnesee transportiert  (1898 bis 1956, siehe auch unseren Artikel auf huesten.de)

Die Infotafel soll in Hüsten am Ruhrtal-Radweg- (Vogelstange) aufgestellt werden. Hier sind noch die Reste der ehemaligen Brücke wo die Steinbruchbahn die Bundesbahn überquerte zu erkennen. Für weitere Infos steht Ihnen der Unterzeichner gern zur Verfügung.

Von links: Martin Deimel, Wilfgang Klinkemeier,  Edwin Kurz, Rupert Schulte, Helmut Melchert, Thomas Köhler, Manuela Dünnebacke, Detlev Limberg. Es fehlt Thomas  Buchmann

Hüstener Käsemarkt: Vorstellung der Plakate

Die Organisatoren und Sponsoren fiebern dem Käsemarkt 2022 entgegen. Von links: Meinolf Henke (Modehaus Kress), Rupert Schulte, Susanne Schnettler, Ingo Beckschäfer, Juliane Schnettler und Jörg Werdite (Volksbank Sauerland).

Nach zweijähriger Corona-Pause findet am 2. und 3. April endlich wieder der Hüstener Käsemarkt statt. Und das bereits zum 20.  Mal!

Das Hüstener Kalb am Ortseingang

Wolfgang Klinkemeier und Uli Steinwender vom Heimatkreis Freiheit Hüsten e. V. nutzen das gute Wetter am ersten März-Wochenende 2022 und verliehen unserem „Hüstener Wahrzeichen“, dem Kalb am Ortseingang der Nordtangente, neue, frische Farbe!  — Foto: Rupert Schulte